„Mut, Visionen und Durchhaltevermögen“ – das prägt den Weg von Stefan Neuber. Der 21-jährige Jungunternehmer, Entwickler und BESTFORM-Botschafter aus Sachsen-Anhalt spricht als Keynote-Speaker über Innovation, Scheitern und Erfolge.
Du hast bereits als Schüler innovative Projekte auf die Beine gestellt. Was hat dich dazu motiviert, so früh eigene Ideen umzusetzen?
Stefan Neuber: Angefangen hat es mit einem Robotik-Projekt in der Schule – diese Faszination, aus Code und Ideen etwas Greifbares zu machen. Der Durchbruch kam, als ich meine erste App entwickelte und plötzlich Menschen weltweit anfingen, sie zu nutzen. Ein 14-Jähriger in Petersberg mit einem Computer und Ideen – und ich konnte plötzlich Menschen auf anderen Kontinenten helfen. Diese Erkenntnis war für mich Motivation und Antrieb, weiterzumachen.
Du hast Erfahrungen im Silicon Valley gesammelt und Preise auf internationalen Bühnen gewonnen – wie haben diese Erlebnisse deine Sicht auf Innovation geprägt?
Die wichtigste Erkenntnis war: Man setzt sich selbst die meisten Grenzen. Bei jedem Wettbewerb dachte ich anfangs, das ist eine Nummer zu groß für mich – und dann ging es doch. Innovation bedeutet für mich heute vor allem, sich nicht von Selbstzweifeln ausbremsen zu lassen. Probleme lösen zu wollen und hartnäckig dranzubleiben. Einfach zu machen, auszuprobieren, daraus zu lernen. Die meisten guten Ideen entstehen sowieso beim Tun, nicht beim Planen.
Was gibst du jungen Gründerinnen und Gründern mit auf den Weg, die noch ganz am Anfang stehen?
Konzentriert euch auf das Problem, das ihr löst! Es ist verlockend, sich in Details zu verlieren – welche Farbe soll die App haben, wie heißt das Produkt? Aber die entscheidende Frage ist: Wem hilfst du womit? Wenn man das im Blick behält, entwickelt sich vieles andere von selbst. Und: Fangt klein an! Die erste Version muss nicht perfekt sein, sie muss nur funktionieren.
Du bist Botschafter des BESTFORM AWARDS 2025 – welche Bedeutung hat diese Rolle für Dich?
Wettbewerbe wie BESTFORM haben mir damals ungemein geholfen. Sie geben einem eine Deadline, zwingen einen, die eigene Idee klar zu formulieren, und man trifft Gleichgesinnte. Das war für mich als jungen Softwareentwickler unglaublich wertvoll. Jetzt selbst Teil davon zu sein und andere zu unterstützen, finde ich großartig und macht mir Freude. Ich bin gespannt zu verfolgen, welche Ideen aus Sachsen-Anhalt kommen!
Sachsen-Anhalt steht mit dem BESTFORM AWARD ganz bewusst für kreative Impulse. Wie nimmst du die Innovations- und Gründerszene hierzulande wahr?
Ich sehe hier richtig viel Potenzial und tolle Ansätze. Die Qualität der Ideen, die ich bei verschiedenen Initiativen immer wieder sehe, ist beeindruckend. Was uns allen guttun würde – und das gilt nicht nur für Sachsen-Anhalt – ist noch mehr Experimentierfreude: schneller ausprobieren, früher scheitern, daraus lernen. Die Talente sind definitiv da und die Szene entwickelt sich stark, und mit Formaten wie BESTFORM entsteht genau der Schwung, den es braucht.
Welche Rahmenbedingungen braucht es, damit junge Talente in Sachsen-Anhalt ihre Ideen erfolgreich umsetzen können? Zwei Dinge sind zentral: Sichtbare Beispiele und persönliche Verbindungen. Als 13-Jähriger bei Jugend forscht zu sehen, was alles möglich ist – das hat mich geprägt. Junge Menschen brauchen Vorbilder, die zeigen: Du kannst das auch. Sie brauchen Räume zum Experimentieren und Menschen, die an verrückte Ideen glauben. Initiativen wie BESTFORM sind perfekt dafür. Sie inspirieren, vernetzen und geben den ersten Anstoß. Ich bin überzeugt, wenn wir diese Netzwerkeffekte weiter verstärken, wird Sachsen-Anhalt zunehmend zur Brutstätte für Innovation.
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