Paul Lüder ist…
- Formatentwickler und Content Creator bei ARD und funk.
- Er steht regelmäßig für das TV-Format BRISANT vor der Kamera – als Social-Media-Experte im Fernsehen und als Host auf Instagram.
- Für den MDR war er außerdem in einigen Reiseformaten als Reporter unterwegs.
- Hinter der Kamera ist er Creative Lead des TikTok-Aufklärungsformats wahrscheinlich peinlich von funk. Dort ist er sowohl für das Storytelling als auch für sämtliche kreative Prozesse rund um Ideenentwicklung und -umsetzung verantwortlich.
- Bis 2022 hat er zehn Jahre lang beim Radiosender radio SAW moderiert – unter anderem eigene Sendungen, die Morningshow und die Nachmittagssendung.
- Zuvor hat er Journalistik und Medienmanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal studiert.
Wie bist du am liebsten kreativ?
Am liebsten im Team. Zusammen diskutieren und spinnen – gern auch komplett absurd – dann kommt meistens das Beste dabei raus. Allein habe ich vielleicht die erste Idee, aber richtig spannend wird’s im Austausch. Klar, manchmal kommt auch der Geistesblitz kurz vorm Einschlafen. Dann heißt es: schnell aufschreiben und hoffen, dass es am nächsten Morgen noch Sinn ergibt. Und: Kreativität braucht Zeit. Sich in Ideen reinzudenken, finde ich nicht nur total wichtig – ich liebe es einfach.
Übrigens: Viele meiner Kolleginnen und Kollegen hassen das, aber ich arbeite total gern mit Conceptboards. Ich mag es, alles auf einen Blick zu haben, Ideen vom Ursprung bis zum Ende sehen zu können und die verschiedenen Entwicklungsphasen nochmal durchlaufen zu können. Ich bin ein visueller Mensch – das hilft mir total beim Denken.
Wie gehst du einen solchen Abend wie den der Preisverleihung an?
Mit Neugier und Respekt für das, was da auf der Bühne passiert. Es ist mein drittes Mal beim BESTFORM AWARD, und jedes Jahr denke ich: Krass, es gibt wirklich immer noch Dinge, die noch keiner erfunden hat. Genau das will ich zeigen – die Menschen und ihre Innovationen sichtbar machen und in den Fokus rücken. Ich bereite mich natürlich gut vor, kenne die Projekte und Namen. Gerade bei Letzteren habe ich manchmal meine Schwierigkeiten. Dafür habe ich mir ein paar Kreativtechniken zurechtgelegt: Namen-Assoziationen (je absurder, desto besser), Namen als Songtexte oder die Namen mit Bildern im Kopf verknüpfen – manchmal auch ganz banal Bilder ausdrucken und Name daneben schreiben. Aber auf der Bühne darf’s dann gern spontan werden. Es gibt natürlich einen roten Faden, und ich weiß, wo ich in der Moderation hinwill. Wie ich da hinkomme, ergibt sich meist live – und genau das macht’s für alle ein bisschen echter.
Wie soll dein kreativer Weg weitergehen?
Gern mit ganz viel Veränderung. Ich steh total auf Neues. Vor allem auf Dinge, die nicht nur unterhalten, sondern auch einen Mehrwert bieten. Egal ob auf der Bühne oder dahinter, vor oder hinter der Kamera – ich will weiter Formate mitgestalten, die etwas bewegen. Und am liebsten da sein, wo Neues entsteht.