Carla Wirths und Max Koch von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) überzeugten beim BESTFORM AWARD 2025 – dem Kreativpreis des Landes Sachsen-Anhalt mit ihrem Projekt „Sip Bag“.  Mit ihrem Konzept einer lebenden Wundauflage holten sie den ersten Platz in der Kategorie CONCEPT.

„Sip Bag“ basiert auf der historischen und medizinisch dokumentierten Nutzung von Goldfliegenlarven zur Wundbehandlung. Das Duo überträgt diese Methode in ein sicheres, ergonomisch anwendbares und lokal produzierbares System, das vor allem bei der Behandlung chronischer Wunden eine Alternative zur herkömmlichen Therapie sein kann.

Eure Idee, Goldfliegenlarven für die Wundheilung einzusetzen, wird häufig kontrovers diskutiert: Warum findet ihr diese Idee gut?

Die Idee ist gut, da sie eine simple ressourcenschonende und natürliche Behandlungsmethode darstellt, die sich historisch bereits bewährt hat. Durch den „Sip Bag“ können wir diese zugänglich nutzbar machen.

Wie geht es für euch und das Projekt weiter?

Aktuell haben wir die Weiterentwicklung des Projektes erstmal pausiert, wir können uns aber gut vorstellen das Projekt nochmal in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten weiterzuverfolgen.

Wohin soll die Reise für euch als Kreative weitergehen?

Max: Ich habe einen Bachelorabschluss gemacht.
Carla: Ich arbeite aktuell an meiner Masterarbeit.

Wir möchten nun Arbeitserfahrung sammeln und würden uns freuen, an der Schnittstelle von sozialen und ökologischen Systemen Ideen entwickeln zu dürfen, die uns gesellschaftlich weiterbringen.